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Dunkelheit

Dunkelheit beschreibt einen lichtarmen Zustand oder Ort. Im übertragenen Sinn steht es auch für fehlende Klarheit. Für viele Menschen ist es auch ein Synonym für Ängste und psychische Krankheiten. Denn dann fühlen sich viele Menschen wie in einem dunklen Raum, in den kein Licht eindringt und aus dem es keinen Ausweg gibt.

Jeder Mensch hat Angst. Angst ist ein überlebenswichtiger Instinkt, der ausgelöst wird durch Reize, die wir wahrnehmen. In einer Minute nehmen Menschen unzählige verschiedene Reize wahr, doch wird nur ein Bruchteil davon bewusst wahrgenommen. Was genau wir wahrnehmen, hängt davon ab, was für Erfahrungen unser Gehirn mit verschiedensten Reizen gespeichert hat. Deshalb reagiert jeder Mensch unterschiedlich auf verschiedene Reize. Bei negativen Erfahrungen kann daraus Angst resultieren, wobei man zwischen angeborenen und erlernten Ängsten unterscheidet. Doch wann wird die normale Angst krankhaft?

Was passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir Angst verspüren?

Unser Gehirn reagiert auf einen Reiz, die Synapsen leiten die Information mittels chemischer und elektrischer Impulse an verschiedene Bereiche in unseren Körper, der daraufhin reagiert – Weglaufen, Herzrasen, Angstschweiß. Man fühlt sich hilflos und steigert sich immer mehr in dieses Gefühl hinein, es übermannt einen. Ein Kreislauf beginnt, den man scheinbar nie durchbrechen kann.

Doch es gibt Hilfe! Niemand ist mit seinen Gedanken allein. Für den Moment hilft vielen erst einmal konzertiert Atmen, um sich aus der Situation zu lösen. Auf unserer Seite findest du drei kleine Übungen dazu, die in solchen Momenten helfen können. Dies ist natürlich nur eine Symptombehandlung.
Wenn du also das Gefühl hast, dass Angst dein Leben sehr einschränkt und sich deine Gedanken täglich darum drehen, wie du dieser Angst aus dem Weg gehen kannst, gibt es Menschen, die dir helfen können, die Gründe für
deine Ängste zu erforschen und den Umgang mit der Angst zu erleichtern.

Angst

Dir läuft ein Schauer über den Rücken.
Dein Herz schlägt schneller.
Du spürst Gänsehaut.

Schon wieder dieses Gefühl.

Dunkelheit
Dunkelheit

Dein Herz rast.

Schweiß steht dir auf der Stirn.
Du willst rennen. Davon rennen.

Du bist gefangen.

Gefangen in deinen Gedanken.

Dein Nacken und deine Schultern verkrampfen sich.
Der Atem wird schneller.

Dunkelheit
Dunkelheit

Dein Herz rast.

Deine Gedanken übernehmen die Kontrolle.
Du verlierst die Kontrolle.

Du zitterst.
Die Knie werden weich.
Dein Körper verkrampft sich.

Drei kleine Übungen, um den Kreislauf der Angst zu durchbrechen

Studien haben ergeben, dass bereits sechs Minuten Meditation oder Atemübungen am Tag die Menschen resistenter und weniger stressanfälliger macht und es vielen Menschen hilft, sich nicht in Ängste hineinzusteigern. Probiere es einfach einmal aus:

Atemübung

Suchen Sie sich einen ruhigen Ort und setzen Sie sich hin. Klicken Sie auf das kleine Bild über dem Text und konzentrieren Sich auf Ihren Atem. Versuchen Sie dabei an nichts zu denken. Wenn Ihre Konzentration doch einmal abschweift, ärgern Sie sich nicht. Das ist völlig normal. Schieben Sie die Gedanken weg und fokussieren wieder Ihren Atem. Wiederholen Sie das so oft Sie möchten. Lehnen Sie sich zurück und schenken Sie sich ein Lächeln.

Autogenes Training

Unter dem autogenen Training versteht man ein Entspannungsverfahren, welches vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz 1932 aus dem Konzept der Hypnose heraus entwickelt wurde. Dabei gibt es viele verschiedene Anwendungsgebiete, viele nutzen es zum Beispiel zum Einschlafen. Eine Person spricht und sagt „Dein linkes Bein wird schwer“ – so geht es durch den ganzen Körper, bis man im besten Fall einschläft.

Meditation

Meditation wird seit vielen Jahrtausenden von verschiedensten Menschengruppen praktiziert. Für einige steht dabei ihre Religion im Vordergrund. Doch viele nutzen es mittlerweile um sich zu Entspannen und um sich anschließend besser fokussieren zu können. Dabei helfen schon manchmal 10 Minuten Meditation aus, um einen Effekt zu spüren. Man sollte sich dabei nicht zu große Ziele setzen und langsam mit kleinen Einheiten beginnen.

Wendezeit – Zeit der Angst und Depressionen?

Auch während der Nachwendezeit lebten viele Menschen in Angst und verfielen in Depressionen. Häufig drehte es sich nur noch darum, wie es nun weitergeht, ob man alles verliert, morgen überhaupt noch den Job ausüben kann oder einem die Ausbildung aberkannt wird. Viele Menschen standen vor dem existenziellen Abgrund, was nicht selten in Abhängigkeiten und Selbstmorden endete.

Suizid

Mir geht es doch gut?

Jeder Mensch hat einmal schlechte Phasen, nicht jeder ist gleich depressiv. Laut der deutschen Depressionshilfe sollte man sich selbst beobachten und wenn der Zustand von grundloser Unzufriedenheit, Traurigkeit oder ähnlichen Symptomen durchgängig länger als zwei Wochen anhält, ärztliche Hilfe aufsuchen. Viele haben Angst, nicht verstanden zu werden, wichtig ist es jedoch, darüber zu reden und den Zustand zu akzeptieren. Sich Hilfe zu suchen hat nichts mit Schwäche zu tun. Viele Menschen denken sich „es gibt doch Menschen, denen geht es viel schlechter als mir“ – doch das Schlecht sein ist kein Wettbewerb. Jeder hat unterschiedliche Belastungsgrenzen und die Grenzen anderer sagen nichts über uns aus. Die Zahl der Depressiven steigt nicht, weil es eine „Mode-Krankheit“ ist, sondern weil mehr Menschen sich trauen, Hilfe anzunehmen und anfangen darüber zu reden. Auch wenn die Behandlung ein langer Weg ist und nicht unbedingt gradlinig verläuft, ist es das Leben wert diesen Schritt zu gehen, denn jedes Leben zählt.

Falls Du dich beim Lesen dieses Textes unwohl gefühlt hast, oder denkst, dass ein Mensch in deiner Umgebung betroffen ist, findest du hier Hilfsangebote:

Weiterführende Links:

Wenn Du ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen willst, ist der erste Weg immer der Hausarzt. Wenn Du dich nicht verstanden fühlst, oder deine Symptome nicht ernst genommen werden, hole dir eine zweite Meinung bei einem anderen Arzt ein.

Weitere Anlaufstellen für Betroffene und Angehörige:

Überregionale Krisentelefone:
Tel.: 0800 / 11 10 111
Tel.: 0800 / 11 10 222

Kinder- und Jugendtelefon
Tel.:
 0800 / 11 10 333
Mo – Sa: 14:00 bis 20:00 Uhr

Info-Telefon Depressionen
Tel.: 0800 3344533
Mo, Di, Do: 13:00 bis 17:00 Uhr
Mi, Fr: 08:30 bis 12:30 Uhr

Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V.
https://www.bapk.de/der-bapk.html
Tel.: 0228 71002424
Mo – Do: 10:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 20:00 Uhr
Fr: 10:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 18:00 Uhr